Frauenschuh und freiwillig 120 km/h

Alpenvereins Sektion Tittmoning gibt Tipps zum richtigen Verhalten in den Bergen.

Die Berge werden langsam wieder schneefrei und Bergwanderer und solche, die es werden wollen, drängt es hinaus in die Natur, ist sie doch zu dieser Jahreszeit besonders vielfältig und farbenprächtig. Nun blühen wieder Enziane, Frauenschuh und Silberwurz und bald auch Edelweiß, Alpenmohn und Eisenhut.
Wenn man sie denn findet – denn eine Vielzahl der Alpenblumen sind so ausgedünnt, dass sie als gefährdete Arten gelten und geschützt sind. Für Bergsteiger ist es daher selbstverständlich sich an den Naturschutz zu halten und den Versuchungen des Blumenpflückens, auch beim Almrausch, zu widerstehen. Pflanzen sollte man besser fotografieren anstatt sie zu pflücken. Das ist nicht nur ein Beitrag zum Artenschutz, auch der nächste Wanderer kann sich dann noch an der Blumenpracht erfreuen.
     Frauenschuh


Wandern und Bergsteigen erleben als sinnvolle Freizeitbeschäftigung zurzeit eine wahre Renaissance: Sie werden zu Recht als besonders gesundheitsfördernd beschrieben. Gleichzeitig gilt Wandern als naturverträglich, da die Bewegung selbst keinerlei schädliche Emissionen erzeugt. Dennoch kann sich Wandern zur Umweltbelastung entwickeln, wenn viele Menschen gleichzeitig unterwegs sind. Daher rät der Deutsche Alpenverein (DAV) sich mit den wichtigsten Regeln im Gebirge auseinander zu setzen. Dabei ist der schonende Umgang mit Flora und Fauna für den langfristigen Erhalt der alpinen Natur- und Kulturlandschaft oberstes Gebot. Das beginnt bereits bei der Anreise mit Bus und Bahn oder Fahrgemeinschaften um die Umweltbelastung zu minimieren. Seit der letzten Hauptversammlung aller DAV Sektionen wurde beschlossen den DAV Mitgliedern zu empfehlen, freiwillig nicht schneller als 120 km/h auf Autobahnen zu fahren. Kurt Stemmer, 1.Vorsitzender der DAV Sektion Tittmoning, meint dazu: „Es ist ein deutliches und positives Zeichen um die Umwelt zu schonen. Der DAV, als größter Naturschutzverband Deutschland, muss auch zu diesem Thema Stellung beziehen. Ganz nebenbei spart man bis zu 15 Prozent Treibstoff wenn man nicht schneller als 120 fährt.“

 

Die markierten Wege in den Bergen sind auch im Sinne einer wohldurchdachten Linienführung zur sicheren Benutzung und zur Schonung des Geländes geschaffen, oftmals durch die anerkennenswerte ehrenamtliche Arbeit vieler DAV-Mitglieder. Kleine Abkürzer oder Abschneider an Wegkehren haben manchmal große Auswirkungen: Je nach geologischem Untergrund und Hangneigung kann sich aus einer harmlosen Verletzung der Grasnarbe eine Erosionsrinne und schließlich eine großflächige Bodenzerstörung entwickeln. Dies kann örtlich zur Bedrohung von Wanderwegen oder gar zu deren Zerstörung führen. Wenn schon mal ein Abstecher abseits von Wegen gewagt wird, dann, so eine Bitte des DAV, nur außerhalb von Schutzgebieten und oberhalb der Baumgrenze. Wanderer abseits von Wegen oder außerhalb der üblich  frequentierten Tageszeiten können unter Wildtieren erhebliche Unruhe verursachen. Zur Regel sollte diese mehr auf Abenteuerlust ausgerichtete Art des weglosen Wanderns aber auf keinen Fall werden.
      Edelweiss


Die markierten Wege in den Bergen sind auch im Sinne einer wohldurchdachten Linienführung zur sicheren Benutzung und zur Schonung des Geländes geschaffen, oftmals durch die anerkennenswerte ehrenamtliche Arbeit vieler DAV-Mitglieder. Kleine Abkürzer oder Abschneider an Wegkehren haben manchmal große Auswirkungen: Je nach geologischem Untergrund und Hangneigung kann sich aus einer harmlosen Verletzung der Grasnarbe eine Erosionsrinne und schließlich eine großflächige Bodenzerstörung entwickeln. Dies kann örtlich zur Bedrohung von Wanderwegen oder gar zu deren Zerstörung führen. Wenn schon mal ein Abstecher abseits von Wegen gewagt wird, dann, so eine Bitte des DAV, nur außerhalb von Schutzgebieten und oberhalb der Baumgrenze. Wanderer abseits von Wegen oder außerhalb der üblich  frequentierten Tageszeiten können unter Wildtieren erhebliche Unruhe verursachen. Zur Regel sollte diese mehr auf Abenteuerlust ausgerichtete Art des weglosen Wanderns aber auf keinen Fall werden.

 

Keinen Müll zu hinterlassen, auch kompostierbare Speisereste, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn unter den im Gebirge herrschenden rauen Bedingungen geht der biologische Abbau viel langsamer voran! In den Alpen gilt in aller Regel ein Betretungsrecht der freien Landschaft. Das heißt, dass "zum Zwecke der Erholung das Betreten der Flur jedermann auf eigene Gefahr gestattet ist". Das Betretungsrecht kann jedoch mit einem Wegegebot in Schutzgebieten eingeschränkt werden z.B. in Nationalparks, Naturschutzgebieten oder Wildschutzgebieten. Vorsicht ist auf jeden Fall beim Durchqueren einer Almweide mit einem Hund angebracht, da dieser die Kühe sehr beunruhigen kann. Die Rinder reagieren auf einen Hund oft aggressiv. Ein offen gelassenes Weidegatter ärgert nicht nur den Almbauern, sondern kann auch die Weidetiere in ernste Gefahr bringen.

 

Wer das Bergwandern und Bergsteigen von Grund auf lernen möchte und neben den beschriebenen Verhaltensregeln wertvolle Tipps erhalten will zur richtigen Ausrüstung, realistischen Tourenplanung, sicheren Orientierung, verlässlichen Wetterkunde, das Gehen in verschiedenartigem Gelände und das Begehen von Klettersteigen, der kann sich auf den alpinen Grundkurs freuen den der DAV Tittmoning für Anfänger und Einsteiger, auch Nichtmitglieder, vom 26. bis 27. Juni anbietet. Informationen dazu gibt es bei Kurt Stemmer, Telefon 08684 – 9167.

 

Der Erhalt der alpinen Natur- und Kulturlandschaft, der Einklang von Ökologie, Ökonomie und sozialen Fragen ist in dem für den DAV verbindlichen Grundsatzprogramm niedergeschrieben. Dieses und weitere Tipps und interessante Informationen ums Wandern, Bergsteigen und Klettern stehen unter www.alpenverein.de

DAV Tittmoning
Kurt Stemmer