Spaß und Lernen beim Fahrtechniktraining Mountainbike.
Mehr Fahrspaß auf Mountainbike-Touren war das Ziel.

Wer kennt das nicht. Herrliche Mountainbike-Tour und entweder bergauf oder bergab taucht ein Hindernis auf und man steigt ab. Der Fahrfluss ist gestoppt und der Spaß wird unterbrochen. Häuft sich dies auf einer Tour geht die Freude bald verloren, denn man wollte eigentlich nicht wandern, sondern biken. Sieht man dazu noch die Anderen fast mühelos über diese Stellen hinweg fahren, kann schon mal etwas Frust entstehen.

Das richtige Mountainbike spielt dabei zwar auch eine Rolle, aber wesentlicher Faktor ist die eigene Fahrtechnik.

 

Und genau an diesem Punkt setzte das Fahrtechnik-Training für Einsteiger der
Alpenvereinsektion Tittmoning an. Im Vordergrund standen die Vermittlung und das
Üben von Bewegungsabläufen und –techniken zur Überwindung von Hindernissen, die
auf einer normalen Mountainbike-Tour nun mal so auftreten.

Die Ausbildung fand am Sonntag,dem 25. April 2010, rund um Tittmoning unter Leitung
von Uli Dankerl mit 13 Bikerinnen und Bikern statt.

Den Einstieg bildeten Übungen zum richtigen Bremsen. Vor allem die Vorderbremse wird
häufig zu wenig eingesetzt, wobei gerade diese die höhere Bremswirkung besitzt. Mit
gezielten Übungen für mehr Vertrauen in die Vorderbremse und „ABS-Bremstechniken“
wurde der Bremsweg bei den Teilnehmern immer kürzer.

Zur Steigerung des Gleichgewichts und des Gefühls im Umgang mit dem Bike wurde sogar blind gefahren und die Kommandos des Rad-Partners dirigierten über Stock und Stein. 
Dies führte bis hin zum Stehversuch, der einem auf Tour die paar Sekunden Zeit verschafft, um sich für die richtige Fahrspur zu entscheiden. Das komplexe Zusammenspiel Körperschwerpunkt mit Druck auf den Pedalen und dem Spiel mit der Bremse ließ die Teilnehmer ins Schwitzen kommen.

Im Anschluss ging es an die engen Kehren und den richtigen Bremseneinsatz. Mittels eines Spiels „Insel und Flut“ konnte zielgenaues Fahren auf engem Raum und die Technik für enge Kurven geübt werden.

Hindernisse, bergauf wie bergab, erfordern immer eine aktive und schwungvolle Veränderung des
Körperschwerpunktes mit gleichzeitigem Entlasten des Vorderrades und nachfolgend des Hinterrades.
Parallel dazu ist ein beherzter Tritt ins Pedal nötig. Das Zusammenspiel dieser Bewegungskomponenten
ist entscheidend und keinesfalls die Kraft oder auch nicht das Hochreißen am Lenker. Viel Übungszeit
wurde darauf verwendet hier einen gleitenden Bewegungsablauf zu erlernen und simulierte Hindernisse
mit aufsteigendem Vorderrad und „leicht-gewordenem“ Hinterrad zu überwinden.

Den Abschluss bildete noch eine Steilabfahrt mit Auf- und Absteigetechniken.

Eine gute Fahrtechnik steigert nicht nur den Spaßfaktor einer Tour, sondern schont auch die Umwelt,
da rutschende Reifen oder unnötiges Wegeabkürzen verringert werden.

Mehr Information für diejenigen, die nicht dabei waren gerne auch bei Uli Dankerl selbst
(Kontakt: Homepage DAV-Sektion Tittmoning).


Bericht und Fotos: Uli Dankerl.