Toller Start in die „Mountainbikesaison“

Gemeinschaftstour der Tittmoninger Bergbeisser und der Laufener
DAV-Radler am Gardasee

Zum Auftakt der diesjährigen Bergradlsaison hatten die Tittmoninger Bergbeisser zusammen
mit der Radlgruppe des DAV Laufen kürzlich die Umrundung des Dachsteinmassivs geplant.
Aufgrund der äußerst ungünstigen Wetterprognosen für die Alpennordseite waren wir uns ziemlich
schnell einig, das Wochenende lieber in sonnigeren Gefilden zu verbringen. Die Gruppe machte
sich also auf zum Gardasee, besser gesagt zum Ledrosee, wo man am Campingplatz in Molina de Ledro
Quartier bezog. Auf einer ersten Einradlrunde erreichte die Gruppe nach einer rasanten Abfahrt durchs
Valle di Ledro das idyllische Bergdorf Pregasina, wo eine anspruchsvolle Trailauffahrt zum Passo Recchetta
begann. Nicht nur wegen der technischen Schwierigkeiten des steilen Bergpfades musste hier das Radl
dann und wann geschoben werden, sondern auch wegen der äußerst starken Frequentierung der traumhaften
Bikestrecke. An den Aussichtsplätzen mit direkten Blick zum Gardasee musste man bisweilen suchen, um noch
einen freien Platz für sein Radl zu finden. Etwas ruhiger wurde es dann schon auf der etwas holprigen Forststraßenabfahrt
zurück zum Lago di Ledro über Passo Guil und Bocca die Fortini. Während eine Gruppe noch die „Mosertour“
um den Ledrosee zum Ausradeln nutzte und nach knapp 50 Km und 1.700 Höhenmeter in Molina eintrudelte,
waren einige Tourenteilnehmer unter Anleitung von Meisterkoch Erik schon dabei am Campingplatz das excellente,
mehrgängige Abendmenue vorzubereiten.

Aufgrund der Massen von Mountainbikern am Vortrag zog es die Tittmoninger/Laufener Gruppe am
nächsten Morgen vor, nach Pieve am hinteren Ende des Ledrosees zu radeln und anschließend die
nahezu menschenleere Auffahrt auf die 1.582 m hohe Bocca di Trat zu bewältigen. Nach einem äußerst
steilen aber doch gut fahrbaren Schotterweg hinunter zur Malga Grassi hatten sich die Bergradler die
einzigartigen Spagetti Arrabiata wahrlich verdient. Weiter führte die Tour über Tenno, Arco, Riva zur
alten Ponalestraße, auf der es mit herrlichen Tiefblicken zum Lago di Garda hinaufging ins Cafe nach
Pregasina. Hier machten sich drei Teilnehmer nach ausgiebiger Capuccinopause nochmals auf den Weg
zum Passo Rocchetta um dort die im Vergleich zum Vortag doch erstaunliche Ruhe in der Abendsonne
zu genießen. Nach einem langen und sehr eindrucksvollen Radltag lagen beachtliche 75 Km und über
2.600 Höhenmeter auf mitunter anspruchsvollen Bikepisten hinter der Gruppe.

Als taktisch richtig erwies sich dann am Sonntag, dass wir uns den berühmt berüchtigten Monte Tremalzo
auf den letzten Tag aufgespart hatte. Mit relativ wenigen „Gleichgesinnten“ wurde die Asphaltauffahrt von
Tiarno di Sopra zum Passo Tremalzo unter die Pneus genommen. Nach Durchquerung des auf ca. 1.800 m
hoch gelegenen Tunnels lag eine spektakuläre Abfahrt vor uns, die anfangs über unzählige Kehren der
verhältnismäßig gut befahrbaren Schotterstraße und später auf genussreichen Trailpfaden bis ins 60 m
hoch gelegene Riva del Garda führte. Nach weiteren 64 Km und 2.000 Höhenmeter schmeckte der
obligatorische Capuccino mit Blätterteigkuchen in Pregasina wieder ganz besonders gut und wir waren
uns einig, dass die „südliche Dachsteinrunde“ ein voller Erfolg war.

Bericht: Franz Röckenwagner
Internet: Harald Hüwel