Durch Hitze und Gewitter  nach Italien             

12 Bergbeißer radeln in vier Tagen vom Stadtplatz in Tittmoning zum Petersplatz in Rom

            

Am Freitagnachmittag um 13.00 Uhr starteten die Bergbeißer am Stadtplatz zu ihrer großen Fahrt nach Rom.
Vorbei am Chiemsee ging es über den Wildbichlpass ins Inntal, an dessen rechter Seite verwinkelte Nebenstraßen
Richtung Innsbruck weiterführten. Ein heftiges Gewitter veranlasste die Gruppe zu einer kurzen Zwangspause, bevor
in Volders diese erste Prologetappe zu Ende war.(160km/1050 Höhenmeter/30,0 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit)

6.00 Uhr Wecken, 06.30 Frühstück, 07.30 Abfahrt hieß nun die Devise für die nächsten Tage, um so gut als möglich
die kühleren Vormittagsstunden nützen zu können. Über die alte Römerstraße schraubte man
sich am nächsten Morgen an den Berghängen des Patscherkofels höher, bis man bei Matrei die alte Brennerstraße
erreichte, auf der die letzten Kilometer zur Passhöhe hinauf bewältigt wurden. Dort gab es  beim ersten Kontakt mit
dem Begleitfahrzeug eine kleine Verpflegungspause. Danach rollten die Bergbeißer mit streckenweise starkem
Rückenwind hinunter nach Bozen. Ab Tramin wurde auf der Südtiroler Weinstraße gefahren,  bis man bei Mezzocorona
auf den Etschradweg stieß und diesem über Rovereto bis Ala folgte, wo Quartier bezogen wurde.
(250km/1600 Höhenmeter/ 29,5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit).
Am Abend verspeiste die Truppe eine 3m lange Spezialpizza.

Die dritte Etappe führte weiter das Etschtal hinaus, bis bei der Veroneser Klause, wo sich der Fluss durch eine
beeindruckende Schlucht den Weg in die Poebene bahnt, ein weiterer landschaftlicher  Höhepunkt passiert wurde.
Über Mantova  querte man bei wolkenlosem
Himmel und Temperaturen weit über 40°C die Poebene, die einzige
Kühlung brachte der Gruppe der selbst erzeugte Fahrtwind. Charlie Fahrmeier, der bewährte Lenker des Begleitfahrzeugs,
hatte alle Hände voll zu tun, nachzukommen und die benötigten Flüssigkeitsmengen ( 6-8 Liter/Fahrer) herbeizuschaffen.
Nachdem die Bergbeißer dem Großstadtmoloch Bologna mit einigen Umwegen entkommen waren, begann der 20 km
lange Aufstieg zum Passo Collina Nebbia, wo man den Appenin überschritt und mit einer nicht enden wollenden Abfahrt
nach Pistoia die Toskana erreicht war.(280km/1200 Höhenmeter/ 29,0 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit). Beim
Abendessen in den Gassen der Altstadt wurde die toskanische Küche genossen, und  beim Heimgehen rundete der
Besuch einer Eisdiele diesen Abend  zu einem  kulinarischen  Erlebnis ab.

Die Königsetappe dieser Fahrt brachte die Bergbeißer von Pistoia in der Toskana nach Viterbo im Lazio. Hitze und Hügel
waren an diesem Tag die ständigen Begleiter. Zwei einheimische Rennradler lotsten die Gruppe zunächst auf ruhigen
Nebenstrecken nach Empoli, danach stellte die SS 2 nach Rom mit manchmal starkem Verkehrsaufkommen und
schlechtem Fahrbahnbelag die Radfahrer auf eine harte Probe. Das geplante Bad im Bolsena See, an dem die Route
direkt vorbeiführte, musste wegen heftiger Gewitter ausfallen, außerdem war jeder Teilnehmer froh, als auf regennassen
Straßen und dem nicht allzu fernen Wetterleuchten das Ziel noch vor Einbruch der Dämmerung erreicht werden konnte.
(260km/ 2100 Höhenmeter/27,0 Durchschnittsgeschwindigkeit)

Am letzten Tag rollte der Bergbeißerexpress etwas später und etwas langsamer als gewohnt seinem Ziel entgegen.
Das man am Lago di Bracciano das Badezeug nicht dabei hatte, löste zwar kurzes Bedauern aus, aber wenig später
erreichten die Tittmoninger Rennradler wie geplant pünktlich um 13.00 Uhr, nach genau vier Tagen, den Petersplatz in
Rom, wo man einige Zeit mit gegenseitigen Glückwünschen und Photographieren verbrachte.
(90km/700 Höhenmeter/ 26,0 Durchschnittsgeschwindigkeit)
Weil es sich so ergab, besichtigte man bei der Fahrt ins Hotel noch den Strand in Ostia, um dann endlich in den
Swimmingpool der Anlage zu springen und danach mit einem fünfgängigen Abendmenü diese großartige Fahrt
ausklingen zu lassen.

Bericht und Fotos Dr. Willi Mayer