Bergbeisser mal anders bergauf.
Mountainbike-Kinderanhängertouren
im Vinschgau.
Neu für diese
Mountainbike-Saison bei den Bergbeissern waren die Mountainbike-Touren
mit Kinderanhänger und –nachläufer. Im sonnigen und schönen Vinschgau, Südtirol
ging es
im August 2009 von Naturns aus jeden Tag bergauf zu einem kindgerechten Ziel.
Mit den schweren
„Gespannen“ bergauf wurden dabei die menschlichen „Zugpferde“ ordentlich
zum Schwitzen gebracht. Tourenleiter Ulrich Dankerl erklärt, dass mit Kind und
Ausstattung hier
bis zu 40kg zusätzlich am Mountainbike hängen und es werden Tretleistungen von
bis zu 400Watt
erbracht. Zum Vergleich wird bei einer sportlichen Mountainbiketour mit etwa 280
Watt in die
Pedale getreten. Die steilen Auffahrten im Vinschgau tun hier noch ihr zusätzliches.
Da bleibt die
Kette meist weit links auf den kleinen Übersetzungen. Umso schöner für all
diejenigen die hinten
im Hänger sitzen oder an der Stange hochgefahren werden.
Der Brandhof wurde erklommen
und dort konnten die Kinder unter anderem mit ganz jungen
Katzen spielen und den Kuh- und Schweinestall besichtigen. Die Erwachsenen
genossen
mehr den herrlichen Ausblick ins Etschtal und die guten Speisen. Bekannt ist der
Hof auch
für seinen selbst gemachten Käse, der als zusätzliches Gewicht im Hänger
schon gar nicht
mehr auffiel.
Auch die Velau wurde hoch
geradelt und neben Kaiserschmarrn gab es auch einen
wunderschönen Ausblick auf das Meraner-Becken bis nach Bozen und am Horizont
die
Dolomiten.
Natürlich folgte noch der
Besuch auf Schloss Juval mit den Gespannen, da im Juli und
August die Auffahrt mit Rädern erlaubt ist. Der steile Anstieg wurde oben
belohnt mit einer
herrlichen Aussicht auf das Nörderbergmassiv und dem Schloß Juval. Dabei
hatten wir auch
die Gelegenheit ganz kurz mit Reinhold Messner zu sprechen, der zu dieser Zeit
auf Juval
wohnt. Die Kinder spielten derweil mit den „lebensgefährlichen Hunden“ aus
Stein am
Juval-Tor und kletterten an geeigneten Felsen.
Alle Abfahrten mit Hänger sind
immer wieder große Belastungen für das Material und vor
allem für die Bremsen. Somit wurde besonders auf eine umsichtige und vorsichte
Fahrweise
geachtet.
Abends wurde ein typischer
Buschenschank aufgesucht oder gegrillt und wenn alle Kinder
im Bett waren, noch das eine oder andere Weinglas geleert.
Am Ende waren es schöne
sportliche Tage mit landschaftlichen und kulinarischen Genüssen
und viel Spaß für die Kinder.
Eine vergleichbare
Veranstaltung im gleichen Zeitraum ist deshalb schon in Planung.
Also schon mal vormerken!
Bericht und Fotos: Uli Dankerl