Vier traumhafte MTB-Tage im Pustertal

Wissen alle, dass in Italien auf alles, was hinten an das Auto gehängt wird, eine rotweißgestreifte Tafel angebracht werden muss? Die Suche nach einem Geschäft, das solche Dinger verkauft, war schuld am verspäteten Start zu unserer ersten Rundtour in Montal, einem Nachbarort von Bruneck im Pustertal in den Dolomiten. Das konnte uns aber nicht davon abhalten, die geplante Runde über Enneberg, das Kreuzjoch, Abfahrt zum Pragser Wildsee und Rückfahrt auf dem Pustertalradweg dennoch durchzuführen. Denn wir nahmen an, dass dies der einzig wirklich schöne Tag werde würde. Denn der Wetterbericht war für die nächsten Tage alles andere als berauschend. Elendig steil ging’s rauf zum Kreuzjoch, 2283 m. Die wenigsten schaffen dies ohne abzusteigen. Hier eröffnete uns Richtung Seekofel ein einmaliges Panorama und der Beginn eines Singletrails vom Feinsten. Für mich allerdings mit meinem lädierten Handgelenk und ohne Fully nur bedingt fahrbar. Es schloss die erste Einkehr auf der Grünwaldalm an, bevor es über einen weiteren Wurzeltrail vom Pragser Wildsee zum Pustertal runterging. Zufrieden konnten wir dann unsere 1-a-Unterkunft im Hotel Alpenrose (http://www.hotelalpenrose.com/) beziehen, für 40 Euro/DZ/HP mit Hallenbad, Sauna, bestem Frühstücksbuffet und Abendmenüs usw. unschlagbar. Wie dies Wasti organisieren konnte, ist mir ein Rätsel. Wer die Touren genauer wissen und evtl. mit GPS nachfahren will, den verweise ich auf die jeweiligen Links bei gps-tour.info (ttp://www.gps-tour.info/de/touren/detail.66904.html).

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Am nächsten Tag war der Himmel zunächst bedeckt. Die ersten Kilometer bis zu unserem Startpunkt kurz nach St. Vigil legten wir mit dem Auto zurück, denn wir kannten die Fahrradroute vom Vortag. Zum Einrollen und Warmwerden war dann die Straße nach Pederü genau das Richtige. Aber dann floss wieder der Schweiß, die Rampen, vor allen Dingen nach dem Cappuccino auf der Faneshütte waren steil, schottrig und sonnig. Dafür wurden wir ab dem Limojoch von einer ewig langen zügigen Abfahrt Richtung Cortina belohnt. Das Schauspiel an dem beeindruckenden Wasserfall fast am Ende der Abfahrt ließen wir nicht aus. Nun kam der zweite Anstieg, rauf zur Senneshütte, zum Schluss richtig zum Beißen. Aber dann wars geschafft! Stand uns nur noch nach der zweiten Einkehr die schwindelerregenden steilen Betonserpentinen nach Pederü bevor und für zwei von uns der Trail auf dem Wanderweg von Pederü nach St. Vigil. (http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.66914.html)

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Wieder kürzten wir bequem mit dem Auto ab und begannen die nächste Runde in Niederdorf im Pustertal. Ein Abkürzer, aber nur strecken- nicht höhenmetermäßig brachte uns nach Schmieden und dort auf den Wanderweg zum letzten Pkw-Parkplatz beim Gasthof Brückele. Auf der beinahe autofreien Auffahrt zu den Plätzwiesen konnte wieder jeder sein Tempo selbst bestimmen, getroffen haben wir uns zur Einkehr bei der Dürrensteinhütte. Frisch gestärkt gingen wir dann die letzten Höhenmeter zum Heimkehrerkreuz auf dem 2307m hohen Strudelkopf an. Die Aussicht dort oben ist kaum zu beschreiben. Man meint, die gesamten Dolomiten liegen vor einem. Man könnte sicher 20 Fotos dieser Rundumsicht hier einstellen. Bei der anschließenden Abfahrt trennten wir uns wieder: Die Wilden fuhren auf einem steilen und teils gefährlichen Trail durchs Knappenfusstal, die Normalos auf der üblichen Schotterstraße nach Schluderbach zur zweiten Einkehr beim Dürrensee. Die Rückfahrt auf dem Radweg durch Höllensteintal war nur ein Klacks. Wir wussten aber alle: diese Tour ist nicht mehr zu toppen, es kann zum Abschluss nur noch eine kleine Einkehrtour zum Ausrollen übrigbleiben. (http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.66973.html)

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700 Höhenmeter Teerstraße, 400 Höhenmeter Schotter, und der Anstieg von Montal über Ellen zur Lüsner Alpe war geschafft. Die Rastnerhütte ließ uns nicht mehr los, dort trennten sich wieder unsere Wege. Die einen nahmen noch das Astjoch mit, die anderen fuhren auf der Straße Richtung Pustertal und die letzten 700 Höhenmeter einen steilen Karrenweg zum Pustertalradweg ab. Der Einkehrschwung in Kiens zu Eiskaffee und Cappuccino war nicht zu verhindern, bevor es zum Hotel zurückging. Netterweise mussten wir die Zimmer noch nicht frei machen, wir konnten uns für die Heimfahrt noch zurechtmachen. (http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.66974.html)

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Ein dickes Lob an Sebastian, unseren Guide. Seine Gebietskenntnisse verhalfen uns zu unvergessenen Tagen im Pustertal. Dies war die erste BB-Tour, die er geführt hat. Hoffentlich nicht die letzte!

 

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