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Trotz ungünstiger Wetterprognosen trafen sich 13 wackere Bergbeisser, um in die Fränkische Schweiz aufzubrechen. Wäre die Vorhersage für den Gardasee perfekt gewesen, wären wir sowieso dorthin ausgewichen. So trafen wir gottseidank die richtige Wahl und brachen nach Norden auf. Die Fränkische Schweiz besteht aus einer Schicht witterungsbeständigem Jurakalk, die von vielen Bachtälern zerfurcht ist. An den Abbruchkanten treten hunderte von Felswänden zu Tage, für die die Kletterer die Fränkische Schweiz als Sportklettergebiet schätzen. Kaum eine Tour länger als eine Seillänge, klettertechnisch dafür umso mehr geboten. Dasselbe kann man über die Gegend auch als Mountainbike-Revier sagen. Die höchste Erhebung so 600 m, die längsten Auffahrten keine 300 Höhenmeter am Stück. Interessant ist die Gegend, da es ein durchgängiges und engmaschiges Wanderwegenetz gibt. Das Gelände ist von der Neigung her fast überall fahrbar, aber durch die Vielzahl an Tälern mit Schwierigkeiten übersät.
Nach der Ankunft in Morschreuth an unserem Stützpukt "Zur guten Einkehr", einer traditionellen Gastwirtschaft, die auch größere Gruppen beherbergt, konnten wir noch eine kleine Abendrunde zur Ruine Neideck hoch über dem Wiesenttal starten, bis uns der einsetzende Regen heimtrieb. Da alle Bergbeisser die schmalen Waldwege so anregend fanden, ließ sich am nächsten Tag keiner auf die geplante Aufteilung in eine "schwerere" und "leichtere" Gruppe abspeisen, und so starteten am Samstag Vormittag alle 13 Bergbeisser geschlossen zu einer größeren Runde von Morschreuth über den Röthelfels ins Tal Richtung Walberla, am Albrand entlang, ein paar rasante Trial-Abfahrten fürs Adrenalin. So nutzten wir die trockenen Stunden und schoben den Biergarten auf, bis wir mitten im Gelände auf die Maifeier des Skiclubs Wurzhütte trafen, wo wir herzlich aufgenommen und bewirtet wurden. Nach einem Schlenker über den Teufelstisch gings hinüber ins reizende Trubachtal. Der Anstieg nach Wichsenstein forderte nochmal richtig Kraft und die ganze Technik, um ohne abzusteigen hochzufahren. Mit fast 1500 Höhenmetern und der Hälfte der Strecke auf schmalen Waldwegen war die Tour auch konditionell durchaus kein Kaffekränzchen. Wieder im Nieselregen radelten wir zurück nach Morschreuth, wo schon das wohlverdiente "Schäuferle", eine fränkische Spezialität, auf uns wartete. Am Sonntagmorgen hatte der Regen zwar wieder aufgehört, aber der Boden war nass und so verzichteten wir auf eine auf eine technisch knackige Runde, sondern nahmen eine Genusstour über die Espershöhle nach Gössweinstein, wo an der Wallfahrtsbasilika gar ein Standkonzert auf uns wartete. Auch die technisch nicht so versierten Biker kamen im schwierigen Gelände schön langsam auf den Geschmack und jeder traute sich am Sonntag mehr zu als zu Beginn. Die Abfahrt ins Wiesenttal auf nassen glatten Steinen war dann fast gefährlich, aber dann gings gemütlich auf dem Talweg flussabwärts. Nach der letzten Auffahrt schlug das Wetter dann endgültig um, aber das war uns dann egal, denn die drei Tage waren lohnend genug und an den Gardasee wurde kein weiterer Gedanke verschwendet. Alois Herzig hat die Mühe nicht gescheut, die Touren metergenau zusammenzustellen und ins Netz zu stellen.
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.56090.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.56091.html http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.56096.htmlMarkus Schönlinner