6. Tag – Königs-Etappe: 3 mächtige Pässe warteten auf uns!
Col du Galibier (2645) - Col de Izoard (2350) - Col de Vars (2103)
Zwar nicht so schnell wie die Profis, dafür mit natürlichen Mitteln gestärkt und motiviert bis in die Haarspitzen, starteten wir bei Nebel am französischen Nationalfeiertag zum Heiligtum der Radlfahrer – zum Galibier! (1200 hm und 18 km) bei max. Steigung von 9 % und lichtenden Nebel, kurbelten wir der Passhöhe entgegen. Bereits eine Woche vor der Tour de France brachten sich die ersten Wohnwägen der Fans in Position. Auf der Passhöhe erwarteten uns 3 Grad – schnell wurden die klammen Kleidungsstücke gegen trockene/warme getauscht und wir machten uns zügig aber vorsichtig auf in Richtung Briancon. Bereits nach den ersten 200 hm bergab, sahen wir wieder blauen Himmel und genossen den Blick Richtung Dauphiné mit dem 4100 m hohen Barre des Écrins. In Briancon angekommen wurde wieder das „Bergritzel" eingelegt und wir schraubten uns ca. 1000 hm und 20 km zum Col de Izoard (2350) empor. Die Abfahrt führte uns durch eine bizarre Landschaft mit Felsnadeln und -klötzen, bedingt durch Erosion. Nach einer wiederum beeindruckenden Abfahrt bis auf 900 m, ging es an den 3. und letzten Pass des Tages den Col de Vars, wo wir eine unglaublich schöne, abendliche Wolkenstimmung bestaunen durften.
Die stolze Summe von 3500 hm verteilt auf 150 km und namhaften Anstiege, so wird dieser Tag vielen in Erinnerung bleiben. Gekrönt wurde dieser unvergessliche Tag mit einem 3-Gänge-Menü, das dem Spruch „Essen wie Gott in Frankreich" alle Ehre machte.
H.G.