Die Tittmoninger Bergbeißer sind wieder unterwegs!  

Rege Beteiligung beim Anradeln der Bergbeißer, der Radsportgruppe des
Tittmoninger Alpenvereins.
 

   
Die Teilnehmer: (v.l.n.r.) Erik Herold, Dr. Georg Rottenaicher, Dr. Albrecht Bernhard, Hans Gschirr, Karin Schneider, Harald Hüwel, Josef Schneider, Christoph Zellbeck, Hans Garschhammer, Sonja..., Dr. Willi Maier, Franz..., Wolfgang Erler, Franz Röckenwagner und
Uli Dankerl.  

Es sah nach typischem Bergbeißer-Wetter aus, als sich ein kleine Gruppe der radsportbegeisterten
DAV- Mitglieder am Sonntag, dem 02. Mai, zu ihrem traditionellen „Anradeln“ trafen. Um 8:00 Uhr
morgens war es noch recht frisch und die Regenwolken hingen tief über dem Tittmoninger Stadtplatz.
Aber davon ließen sich die Bergradler nicht abhalten und starten mit Kurs zum Chiemsee in die
Radsportsaison 2004. In Palling und Seebruck traf man sich mit weiteren Radlfreunden, so dass die
Gruppe schließlich 13 Radler und zwei Radlerinnen zählte. Nach der langen Winterpause gab es auf
der Fahrt über verkehrsarme Nebenstraßen viel zu erzählen, weshalb das Tempo bei der Umrundung
des Chiemsees diesmal nicht allzu hoch war.

      
In Seebruck stießen die letzten Teilnehmer zur
Gruppe.
Auf wenig befahrenen Straßen radelten die Bergbeißer durch die herrliche Frühlingslandschaft rund um den Chiemsee.

Kurz vor Mittag erreichte man den Weiler Urschalling nahe Prien mit seiner bekannten romanischen
Jakobskirche. Dr. Albrecht Bernhard referierte kurz über die kulturhistorischen Besonderheiten der
kleinen Kirche, vor allem über die gut erhaltenen Fresken im Inneren, die aus dem 11. und 12. Jahrhundert
stammen und damit zu den ältesten Oberbayerns zählen. 

        Danach gab es im benachbarten Biergarten eine Weißwurstbrotzeit. Man freute sich nicht nur über die Musik der Jazzband „Oiweiumheubeeife“, sondern auch über den Sonnenschein, der die trüben Wolken vertrieben hatte. Bei der Weiterfahrt über die Hügel hoch über dem Westufer des Chiemsees genossen die Tittmoninger Radler
einen traumhaften Ausblick über den See und die bekannten Inseln.



Eine Zwischenbilanz auf den Fahrradcomputern ließ erahnen, dass die geplante Streckenlänge von 130 km
und den zu absolvierenden 600 Höhenmetern wohl etwas ausgedehnter ausfallen würde. Nach flotter Fahrt
über Grassau und Grabenstätt erreichte man Traunstein, wo die Tourorganisatoren Franz Röckenwagner
und Dr. Willi Maier noch einen Abstecher zum Hochberg eingeplant hatten.  Auf dem ca. zwei Kilometer
langen und maximal 10% steilen Anstieg zeigte sich, wer sich über die Wintermonate fit gehalten hatte.
Die obligatorische Bergwertung sicherte sich Franz Röckenwagner, vor Wolfgang Erler und Hans Gschirr. 

          
          Geschafft! Christoph Zellbeck und Erik Herold haben
         den beachtlichen Anstieg zum Hochberg geschafft.

Da auf dem Berg ein kühler Wind wehte drehte man gleich wieder um und fuhr zurück nach Traunstein,
um dort in einem sonnigen Biergarten nochmals einzukehren.
Am frühen Nachmittag begab man sich
über Kammer, Brünning und Tengling auf die Heimfahrt nach Tittmoning, wo die Bergbeißer nach einer
Strecke von knapp 150 Kilometern und 1.200 überwundenen Höhenmetern ohne Sturz und Panne
und - ganz außergewöhnlich - trocken (!) ankamen. 

Fotos:   Josef Schneider
Bericht: Harald Hüwel