Im senkrechten Fels der Sonne entgegen
Tittmoninger Klettergruppe
startet im Trentiner Sarcatal in die
neue Saison.
Schon bei der Anreise fand
man in Sarche am Piccolo Dain das erste Ziel: die erst 2005
eröffnete Route „Amazonia“ führte in zehn herrlichen und sehr gut mit
Bohrhaken abgesicherten
Seillängen im überwiegend fünften Schwierigkeitsgrad durch dessen Südwand.
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Für die Tittmoninger
Kletterer genau das Richtige, um nach einer langen Winterpause wieder
Kontakt mit richtigen Felsen aufzunehmen. Danach gab es echten Cappucino in
einer echten
italienischen Bar und weil die Felsen von San Siro noch so schön in der Sonne
leuchteten,
wurde ein Abstecher dorthin unternommen. Einige kurze Sportkletterrouten konnte
man klettern,
dann zog ein Gewitter auf und alle flüchteten schnell zum Auto zurück. Den
ersten Abend
verbrachte die Gruppe wie immer in der gewohnten Lieblingspizzeria in Arco,
bevor man zu später
Stunde im Quartier eintraf.
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Ernster wurde es am zweiten
Tag: die Südseite der Mandrea-Felswand war Zielgebiet, auch
hier wurde eine neue Route aus dem Jahr 2004 begangen, „Via Ego Trip“, 11
Seillängen ,
überwiegend im Sechser-Bereich mit zwei Schlüsselpassagen im siebten Grad. Die
erfolgreiche
Durchsteigung feierte man anschließend mit Eis und „Spritz“ im Trentino
am Marktplatz in Arco.
Zum Ausklang wurde auf dem Heimweg ein am Eingang ins Ledrotal gelegener neuer
Klettergarten
besucht, „Palaestri Rocca“, mit herrlicher Abendsonne und einen wunderschönen
Blick zum Gardesee.
Und auch das Abendessen wurde in einem für alle bisher unbekannten Lokal oben
in Pregasina
eingenommen: mit typisch italienischer Küche wurden unsere Gaumen abseits allen
Rummels mit
trentinischen Köstlichkeiten verwöhnt.
Einkaufen
war angesagt, unsere einzige weibliche Teilnehmerin Birgit wollte eine
neue Kletterhose,
und da sich der Himmel ziemlich grau zeigte, waren alle einverstanden, zunächst
etwas durch die
Läden von Arco zu bummeln. Danach fuhr die Gruppe zu den Sonnenplatten.
Zwei neue Touren, man glaubt
kaum, dass das bei der Routendichte dort möglich
ist, führen in
typischer Reibungskletterei über kompakte Platten in acht, bez. neun Seillängen
durch die geneigte
Wand: „Via South Park“ und „Via Solaris“, Erstbegehung
2003, der obere sechste Grad war zwingend
zu klettern. Beide Routen konnten von den Tittmoninger Kletterern erfolgreich
durchstiegen werden.
Am letzten Tag
wanderte man zum bekannten Monte Colt, dessen über 100 m hohe senkrechte
Felswand viele verschiedene Durchstiegsmöglichkeiten bot: eine Seilschaft wählte
eine Neutour
mit Passagen im achten Grad, die gerade noch unter Einsatz aller Kräfte bewältigt
wurde, die andere
kletterte die Genussroute „Via Lattea“, vier Seillängen , Grad 7.
Dann hatten die einen genug
und gingen zum Eisessen, die anderen ließen sich an der Laghelwand
absetzen und kletterten in der Nachmittagssonne „Gli
Antenati“, eine 4-Seillängentour mit einer
wunderbaren Einstiegsverschneidung und einer herrlichen Aussicht zum Gardasee.
Am Hauptplatz in
Arco traf man wieder zusammen und verzehrte eine traditionelle Stehpizza. Nun
hieß es packen und
zurückkehren auf die andere Seite der Alpen, wo das Thermometer leider etliche
Grade tiefer stand.
Bericht und Fotos: Dr. Willi
Maier
Internet: Harry Hüwel