Die Tourleiterin Rita Kramhöller hatte alles aufs Beste organisiert für die 3-Tagestour mit 13 Personen in Tote Gebirge und konnte sie dann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen! Aber gemeinschaftlich angegangen und mit Rita´s Unterlagen von mir etwas vertreten hat dann trotz ebenfalls unstabilem und schwülem Wetter doch alles gut geklappt.
Am ersten Tag stiegen wir vom Parkplatz Schachen am Grundlsee im Salzkammergut in ca. 5 Stunden die rund 1000hm über die beiden herrlichen Lahngangseen auf die am Elm-See auf 1638m sehr schön gelegene Pühringerhütte auf, die allerdings mit 80 Personen bis in den Spitzboden übervoll belegt und etwas spartanisch geführt war. Der Hausgipfel Elm wäre sich nach Ende des Nachmittagsschauers nicht mehr ausgegangen und so suchten wir leider erfolglos bei einem blumenreichen Spaziergang nach dem großen Windloch, dessen kleinere Variante wir bereits beim Hinweg gefunden hatten. Dieses ist in dem ausgedehnten Karstgebiet ein Eingang zum umfangreichen unterirdischen Elmhöhlengebiet. Die starken und kühlen daraus ausströmenden Winde waren ein faszinierendes Naturphänomen!
Am 2. Tag ging es dann zunächst etwas zurück in die sog. Elmgrube mit schönen Jagdhütten, die wohl schon auf Kaiserin Sissi zurückgehen. Von da zweigten wir nordwestwärts ab und wanderten auf dem Welser Höhenweg in Richtung Albert-Appel-Haus auf wiederum 1638m Höhe. Ab einer schönen Hochlagenvermoorung mit herrlichem Wollgras zweigten die meisten nach oben ab und bestiegen den 200m höheren Wildgössl mit 2066m. Fast hätten wir uns beim steilen Abstieg etwas vergangen, aber dank digitaler Karten fanden wir schnell wieder auf den richtigen wenngleich auch rutschigen Weg. Nach einer gemütlichen Rast auf sonnigen Karrenfeldern des in diesem Bereich doch recht grünen und gar nicht so „toten“ Karstgebirges setzten wir die blumenreiche Tour fort. Auch fast alle Teilnehmer machten am Ende noch den etwas felsigern Abstecher zum Zusatzgipfel und Glücksplatz „Redender Stein“ mit 1900m. Auch wenn wir erst auf der Hütte erfuhren, dass der Berg nicht am Gipfel redet, sondern nur die unterliegende Wand ein Echo zurückwirft, hatte jeder doch Glücksgefühle über den schönen Tag und herrliche Rundumsicht mit schon naher Hütte. Auf dem angenehmen Appelhaus wurden wir gut verpflegt und verbrachten eine schönen Hüttenabend draußen mit herrlicher Abendsonne.
Nachdem am 3. Tag ab Mittag Regen angesagt war, gingen wir den 5-stündigen Abstieg durch herrliches Alm- und lichtes Latschen- und Waldgelände zügig an und verzichteten auf den Aussichtsgipfel Backenstein, zu dem sich sonst noch ein Abstecher angeboten hätte.Aber auch auf unserem Weg eröffneten sich am Beginn des steilen Abstiegs zum Grundlsee herrliche Tiefblick zwischen den Felswänden auf den See und nach einer leckeren Mittagseinkehr im Tal fuhren wir zufrieden im Regen nach Hause.
Bericht: Brigitte Thaller