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Große Ortlerrunde

26.07.2020

„Panarama-Orgie“ - So beschreibt der Transalp Guru Ulrich Stanciu die Ortlerrunde: Fantastisch – Atemberaubend - Begeisternd. Die üblichen Superlative für eine tolle Biketour reichen hier kaum aus. Diese große Rundtour ist ein konzentriertes fahrtechnisches und optisches Erlebnis, wie man es bei einer normalen Transalp-Tour nicht bekommt.

Diese Tour unternahmen in der letzten Juliwoche 18 Bergbeisser bei Prachtwetter. Er waren acht herrliche Tourentage mit super schönen Trails, steilen Schiebepassagen, langen Passauffahrten, imposanten Ausblicken und rasanten Abfahrten.

Was sich so selbstverständlich anhört ist alles andere als selbstverständlich. Im Herbst 2019, als das Ziel für die Mountainbikewoche bekanntgegeben wurde, herrschte euphorische Vorfreude! Frühjahr 2020: die Welt steht still, an eine Radlrundfahrt ist nicht zu denken, wird wohl nichts werden mit der Runde! Schade! Mitte Juli - alle erforderlichen Unterkünfte haben grünes Licht gegeben und bestätigt, die Rundfahrt kann doch stattfinden, Jubel!

Start war im Ultental bei Meran. Die Etappenziele: Haselgruberhütte – Passo Tonale – Rifugio Forni oberhalb von St. Catarina – Bormio – das Stilfserjoch – die Schaubachhütte oberhalb von Sulden und Algund vor den Toren Merans.Zweimal wurde die magische Grenze von 3000 Metern Höhe überschritten – am Madritschjoch (3.123m) und am Passo Zebru (3.003m). Weitere Übergänge auf der Südseite des Ortlers forderten mit dem Rabbijoch, den Passo Cercen, der alten Tonalestraße und dem Passo Gavia das Durchhaltevermögen der Bergbeißer. Die Königsetappe mit über 2.000 hm führte von Bormio aus zum Lago di Cancano und zur Bocchetta die Pedenolo/Forcula und weiter über den Umbrailpass zum Stilfserjoch. Von der Dreisprachengrenze wurde am nächsten Tag der legendäre Goldseetrail befahren.

Am letzten Tourentag vor der Heimreise konnte vom Madritschjoch aus noch die Hintere Schöntaufspitze (3.325m) bestiegen werden. Vor uns liegen somit über 3.000 Höhenmeter und  50km Abfahrt, vorbei an der Zufallhütte hinunter ins Martelltal und weiter durch den unteren Vinschgau nach Algund.

Bericht: Norbert Zollhauser / Sebastian Stoib

Fotos: Bergbeisser DAV-Tittmoning

1. Tag, St.Walburg/Kuppelwies im Ultental- St. Gertraud – Rabbijoch – Haselgruber Hütte, 19 km, 1390 Hm

2. Tag, Haselgruber Hütte – Val di Rabbi- Male im Val di Sole – Val di Vermiglio – Passo Tonale, 55 km, 1370 Hm bzw. 50 km. 2.420 HM

3. Tag, Passo Tonale – Pezzo – Passo di Gavia – St. Caterina – Rifugio Forni, 47 km, 2040 Hm

4. Tag, Rifugio Forni – Rifugio Pizzini – Passo Zebru 3005m – Val Zebru – Valfurva – Bormio, 27 km, 870 Hm

5.Tag, Bormio – Torri di Fraele – Lago di Cancano – Val di Forcola – Passo Pedenolo – Bochetta Forcola – Umbrailpass – Stilfserjoch- Tibethütte, 37 km, 2160 Hm

6.Tag, Stilfserjoch – Dreiländerspitze – Goldseetrail – Bimbamtrail – Trafoi- Furkelhütte – Stilfseralm – Stilfs – Sulden – Schaubachhütte, 27 km. 860 Hm

7. Tag, Schaubachhütte – Madritschjoch 3123m – Hintere Schöntaufspitze 3325m – Zufallhütte – Martelltal – Goldrain – Algund, 60 km, 830 Hm

8. Tag, Algund – Meran – Lana 310m, 10 km, 50 Hm bzw. 574 HM