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Mit dem MTB rund um den Olperer

03.08.2025

Eine Mini Transalp in drei bis vier Tagen um den Olperer, so könnte man diese Tour am besten beschreiben. Highlight sind die 65 Kehren vom Tuxerjoch, der Brenner Grenzkamm mit dem 1er Trail und die Abfahrt vom Pfitscherjoch. Zudem läd die urige Sattelbergalm, die Enzianhütte und das Pfitscherjochhaus zu dieser Umrundung ein.

 
Tag 1:  
Wir treffen uns Donnerstag morgen in Hintertux. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist durchaus wechselhaft, das kann aber 18 motivierte Bergbeißer nicht aufhalten, wir sind gut (aus-) gerüstet. 
 
Wir starten Richtung Bichlalm zum Tuxerjoch Haus auf 2313m- nur  wenige Höhenmeter geht es zum Pfannköpfl hoch. Wir  kehren ein und stärken uns mit Suppe und Getränken. 
Hinunter dann den „65 Kehren Trail“, ein echtes Schmankerl! (Spitzkehren-Technik gefragt). 
 
Runter ins Schmirntal, bis nach St Jodok am Brenner, bei Stafflach über die Sill, vorbei an Gries am Brenner und danach zum heutigen Etappenziel und Unterkunft, die wunderschön gelegene und sehr freundlich geführte Sattelbergalm auf 1635m. Highlights sind die Außensauna, und ein kulinarisches Verwöhnprogramm - wir lassen es uns gutgehen, und der Wirt sorgt für super Stimmung. 
 
Strecke 42km. HM: 1690m (bergauf); 1550m (bergab). 
  
Tag 2:  
Wir starten von der Sattelbergalm auf den Brenner Grenzkamm. Der Brenner Grenzkamm ist die Bergkette entlang der Grenze zwischen Österreich (Tirol) und Italien (Südtirol) am Brennerpass, die vor allem durch die historische Brenner Grenzkammstraße bekannt ist, einen alten Militärweg auf über 2000 Metern Höhe, der ein grandioses Panorama bietet, bis hinüber zur Rollspitze. Am Grenzkamm entlang radeln wir und genieß die grandiosen Blicke. 
 
Hinunter geht es dann auf der schotterigen Strasse, bis nach Brennerbad. Ein Teil der Gruppe nahm noch trotz Regenwarnung den 1er Trail nach Gossessaß. Zum Glück fing es erst nach dem Trail zu Regnen an.

Von Brennerbad kurz entlang an der Brennerstrasse, vor Gossensass, geht es auf der anderen Talseite die letzten Kilometer und Höhenmeter nach oben zum zweiten Etappenziel, der schönen Enzianhütte auf 1994m. Teilweise lockern die Wolken etwas auf, wir erahnen den Blick in die  traumhafte Kulisse der Stubaier Alpen. 
 
Strecke: 27,5km. HM: 1,160m (bergauf); 910m (bergab);   
 
Tag 3:   
Wir starten noch bei trockenem Wetter steil hinauf auf den Rücken unter der Kalkwandspitze; dann fängt es leider an zu regnen. Wir fahren ca 900hm hinab bis nach St Jakob: dort kehren wir ein, ums uns zu trocknen und aufzuwärmen. Nach einer längeren Pause geht es dann weiter wieder bergauf, zum 3. Etappenziel, dem imposanten Pfitcherjoch Haus auf 2276m. 
 
Auch hier wieder eine Saune als Schmankerl. Der letzte Abend klingt bei einem Glaserl Wein gesellig und gemütlich aus.  
 
Strecke: 30km; HM: 1230m (bergauf), 830m (bergab). 
 
Tag 4:   
Wir starten trocken und bei etwas besserem Wetter, es geht heute nur noch bergab. Grandios vom Pfitscherjoch Haus auf einem größtenteils sehr flowig fahrbaren Trail über große Steinplatten und Stufen zum Schlegeispeichersee. Den Abstecher zur Olperer Hütte heben wir uns für ein anderes Mal auf. 
 
Der Schlegeisspeicher ist ein künstlicher Hochgebirgsstausee, der zwischen 1965 und 1971 gebaut wurde. Die Staumauer hält das Wasser zurück. Es wird durch einen unterirdischen Stollen geleitet, wo es zur Stromerzeugung im Kraftwerk Roßhag genutzt wird. Wir machen noch obligatorischen Staumauer-Photos, es ist eine beeindruckende Kulisse. 
Die Schlegeis Staumauer ist eine technische Meisterleistung. Für den Bau wurde eine extra Straße angelegt, um die Materialien zu transportieren. Heute ist sie die Schlegeis Alpenstraße, auf der alle Besucher hinauf kommen. Der Schlegeis Staumauer ist beeindruckend mit 131 Meter Höhe, 725 Meter Länge und einer 9 Meter breiten Krone. Unten misst die Mauer 34 Meter in der Dicke. 
 
Runter dann in ein Alpengasthaus am Parkplatz zur Schlegeisspeicher-Mautstrasse, wo wir auf die Trail-Fahrer warten und uns die Wartezeit bei Kaffee, Kuchen und Kartenspiel verkürzen. Es geht dann weiter runter nach Ginzling und bis nach Mayrhofen: von dort holen unsere Fahrer per Bus die Autos wieder in Hintertux ab. 
 
Strecke: 32km; HM (Abfahrt): 1700m. 
 
Es waren 4 grandiose Tage, trotze etwas wechselhaftem Wetter ist sich alles super gut ausgegangen. Danke an den Guide Wasti und Peter und an alle Teilnehmer für die gute Stimmung, die tollen Touren und das tolle Aufeinander-Aufpassen. 

Bericht: Julia Zange / Fotos: Teilnehmer