© Alois Herzig

Rund ums Lattengebirge

23.06.2025

Wenn man denkt, man kennt sie – die Lattengebirgsrunde – hat man wohl nicht mit Peter Schauer gerechnet. Was wie eine altbekannte MTB-Strecke beginnt, verwandelt sich überraschend in ein Trail-Abenteuer jenseits gängiger Karten und Wegweiser. Eine Entdeckungstour voller versteckter Pfade, knackiger Anstiege und Panoramamomente, die selbst eingefleischte Kenner verblüffen dürfte.

Die Lattengebirgsrunde mit Peter Schauer stand im Programm. Die kennt doch schon jeder, denkt man. Dutzendmal im Internet und in einschlägigen MTB-Führern vorgestellt, da gibt es doch nichts Neues! Doch weit gefehlt!

Zunächst gings von Urwies gemütlich an der Saalach und am Saalach-Stausee entlang bis zur Wachterlauffahrt. Am ausgetrockneten Schwarzbachloch und am alles andere als einladend aussehenden Taubensee vorbei zur Forststraßenauffahrt zur Mordaualm, im oberen Teil richtig zum Beißen. Am Almkreuz dann die phantastische Aussicht auf Watzmann und Hochkalter, ein Platz, der seinesgleichen sucht-

Und nun kam Peters  Überraschung nach der Einkehr auf der Alm: Nein, nicht auf dem üblichen Weg Abfahrt nach Winkl, sondern zunächst auf schmalen Steig ansteigend auf dem Wanderweg „Rund um den Schmuckenstein“. Ab der Abzweigung Richtung Loipl waren wir alleine, denn kurze Zeit später war unser Weg nicht einmal als Wanderweg ausgewiesen, er fehlt sogar in allen üblichen Wanderkarten. Dieses schmale, teils steinige und steile Weglein, eher einem Wildwechsel ähnlich entpuppte sich als ein wahres Singletrail-Schmankerl. Über 5 km lang, nur kurz unterbrochen von einer Teerstraße, so was findet keiner alleine.

Weiter gings dann auf dem üblichen Radweg Winkl-Hallthurm. Aber bereits ab Passhöhe zeigte uns Peter wieder eine teils anspruchsvolle Alternativabfahrt links der Bahngleise nach Bad Reichenhall. Zurück dann auf gleichem Weg nach Urwies und dort Einkehr im Hofcafé, der passende Ausklang dieser gelungenen Runde.

Bericht und Fotos: Alois Herzig