Der Brenner ist wohl jedem ein Begriff, denn auf dem Weg in den Süden Richtung Gardasee und Adria wird er sehr gerne genutzt. Aber die meisten fahren einfach nur durch, wobei das Tal eine Vielzahl schöner Touren, speziell im Winter bietet. Deshalb hat sich eine Gruppe junger Skitourengeher das Wipptal dieses Jahr als Ziel vorgenommen.
Für die Hälfte der Gruppe ging es bereits am Freitag früh los, mit dem Ziel Scheibenspitze aus dem Navistal. Bevor es ins Navistal ging, wurde noch eine gemütliche Kaffeepause eingelegt wo zudem die Damen der Truppe durch eine 5er Packung Krapfen verführt wurden. Die haben daraufhin kurzerhand beschlossen, dass diese Krapfen uns wohl den Gipfel versüßen werden. Was sie auch dank Kati getan haben, denn einer musste sie ja hochtragen. Im Anschluss war der Check-In der Unterkunft ein wenig spannend. Denn der Chef des Gasthauses ist wohl nicht mehr so oft hier anzutreffen. Jedoch hat jeder sein Zimmer bekommen und die Sauna konnten wir auch noch einschalten. Nur beim Abendessen wurde es nochmal kompliziert, denn es gibt leider keinen Koch mehr und ohne Koch kein Essen. Jedoch wurde die Truppe gleich 2 Gehminuten weiter fündig.
Am nächsten Tag wurden dann alle vom üppigen Frühstück überrascht und so war jeder für den heutigen Tag, an dem es auf die Gammerspitze gehen soll bestens vorbereitet. Nun war auch der zweite Teil der Gruppe angekommen und alle machten sich auf dem Weg zur Gammerspitze. Vor der Gammerspitze machte die Gruppe einen kleiner Abstecher auf die Ultenspitze, bevor die kurze aber recht eindrückliche Gratwanderung zur Gammerspitze begann. Kaum wurde der schmale Grat breiter, startete der Wind plötzlich, sodass jeder mit dem Platzieren der Stöcke beschäftigt war und um den Platz links und rechts der Spur zum Abstützen froh war. Nach der sehr kurzen Gipfelrast ging es auf direktem Weg zurück zum Grat, wo nordseitig noch ein unverspurter Pulverhang auf uns wartete. Nachdem jeder den Hang einzeln für sich genießen konnte, suchte sich die Gruppe den Weg durch einen sehr lichten Wald hinab ins Tal zum Ausgangspunkt. Nach einem kurzen Stopp in der Bäckerei ging es zurück zum Gasthof zur „Nachbesprechung“ bei Kuchen und Krapfen.
Zum Abschluss der drei Tage, ging es nochmal ins Navistal auf das Naviser Kreuzjöchl. Hier wurde der westseitige Aufstieg und die Nordseitige Abfahrt gewählt. Um den Stau zu umgehen wurde die Abschlussbesprechung nach Rosenheim zum Dinzler verlegt, wobei alle beteiligten die letzten Tage und mögliche weitere Touren besprochen haben. Vielen Dank nochmal für die schönen Tage.
Bericht und Fotos: Andi Mitterer