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Skitouren in den Abruzzen vom 9. bis 17. März 2026 

09.03.2026

Zwischen Gipfelglück und Confetti: Skitouren-Abenteuer in den Abruzzen Wilde Bergmassive, mittelalterliche Dörfer und die beste Küche Italiens – die Abruzzen sind ein Sehnsuchtsort abseits der bekannten Alpenrouten. Im März machte sich unsere Sektion auf, um das „Wilde Herz Italiens“ mit Tourenski zu erkunden. Ein Bericht über neblige Rinnen, sonnige Ausflüge und die unvergleichliche Gastfreundschaft auf dem Breitengrad von Rom.

In diesem Jahr wollte ich endlich mal eine Skitourenwoche für die Sektion in den Abruzzen verwirklichen. Eine italienische Region, die mir mit ihren grandiosen Landschaften, mittelalterlichen Städten und Dörfern, den sympathischen Menschen und einer tollen Küche über viele Jahre ans Herz gewachsen ist.  
Mein Scout Heiner und ich starteten bereits ein paar Tage früher, um die Lage zu checken. 

Am Montag kam dann die Gruppe nach, und bezog in unserem schönen Haus in Santo Stefano di Sessanio Quartier. Und am Dienstag ging es dann nach einem kräftigen Frühstück mit Eiern von Wastis Hühner, vorbei an einer Esel-Straßenblockade zu unserer ersten Skitour, der Monte Camicia. Leider hat uns der Neuschnee am Vortag etwas den schönen Firn versalzen, den Heiner und ich noch am Samstag genießen durften, aber insgesamt war es ein schöner Start. 

Tags darauf durften wir zunächst Seilbahn fahren. Die Funivia del Gran Sasso beamt einen von 1.000m auf 2.000m, vom Grünen ins Weiße und wieder zurück, und das für schlappe 12€. Oben warten dann einige Gipfel, Scharten und Rinnen sowie tolle Hänge, wahlweise in Firn oder Pulver, so dass man die eine oder andere Variante gehen kann. Leider zogen ziemlich bald Wolken auf, die die Sicht trübten, aber für den ersten Eindruck da oben, war es ganz gut. 

Für den Donnerstag war dann leider kein Skitourenwetter gemeldet. Also nutzen wir den Tag für eine schöne Wanderung ins benachbarte Calascio, das von der Burg Rocca Calascio und der Kirche Santa Maria della Pietà überragt, mit die bekanntesten Fotomotive der Abruzzen. Wasti und Heiner zogen eine Radeltour mit Barbesuch vor. 

Für den nächsten Tag war wieder schöneres Wetter gemeldet. Daher versuchten wir nochmal unser Glück im Gran Sasso Gebiet und fanden eine wunderschöne Variante, die uns vom Paso Portella ein Stück auf die nördliche Seite Richtung Prato di Tivo brachte und dann unterhalb des Gran Sasso vorbei zum Monte Aquila. Wieder an der Talstation angekommen, gab’s Arrosticini in der Bar. 

Für den Samstag stand der Gebietswechsel in die Majella an, einem weiteren großen Gebirgsstock im Südosten der Abruzzen gelegen. Hier wollten wir uns den Monte Amaro vornehmen mit seinen knapp 2.800m. Zunächst war die spannende Frage, wie weit wir den würden tragen müssen. Man darf ja nicht vergessen, dass wir uns auf dem gleichen Breitengrad wie Rom bewegten. Somit gab es ringsherum eine ziemlich scharfe Linie auf gut 1.600m, die Weiß von Grün trennte. Nach ca. 1,5 Stunden und etwas Suchen konnten wir die Ski anschnallen und die riesige Rinne in Angriff nehmen. Leider sank kurz vor dem Ziel die Sicht auf Null und nahm uns den Gipfel. Trotzdem ein toller Tag. Auf dem Weg nach Sulmona sahen wir uns noch die tolle Stadt Pancentro an. Wie schon erwähnt: die Mischung aus Kultur und Natur macht die Abruzzen aus. 

Nach der ersten Nacht in der eindrucksvollen Stadt Sulmona, versuchten wir diesmal unser Glück im Regionalpark Sirente-Velino, genauer an der Monte Sirente. Wieder wurde getragen, aber Dank der nordseitigen Ausrichtung diesmal nur 1 Stunde. Zunächst musste ein gewaltiger Lawinenkegel überwunden werden, bevor es steil und harschig die Rinne hoch ging. Leider verwehrte uns auch heute die schlechter werdende Sicht den Gipfel. 

Ab Montag war dann leider kein brauchbares Wetter mehr für sportliche Aktivitäten im Freien mehr gemeldet. Also nutzen wir den Tag, um uns Sulmona nochmal bei Tageslicht zu betrachten und zum Shoppen. Besonderheit ist neben der beeindruckenden Altstadt eine Süßigkeit namens Confetti, die es in verschiedenen Varianten zu bunten Sträußen gebunden gibt. Am Dienstag traten wir die Heimreise an, aber natürlich werden wir irgendwann wiederkommen…. 

Bericht: Erik Herold / Bilder von den Teilnehmern