Tag 3: Klettern an der Ewigen Wand | © DAV Tittmoning

Klettern, Gewitter und Gemütlichkeit an der Ewigen Wand

Kletterwochenende in Bad Goisern

23.08.2026

Vier Tage Klettererlebnis in unterschiedlicher Form - Klettergarten, Kletterhalle, Klettersteig und Mehrseillängen. Trotz wechselhaftem Wetter erlebten neun Kletterinnen und Kletterer unserer Sektion vier schöne Tage im Salzkammergut.

Vom 20. bis 23. August ging es für neun DAV-Mitglieder – zwei Kinder, drei junge Erwachsene und vier ältere Erwachsene – zum gemeinsamen Klettern an die Ewige Wand bei Bad Goisern am Hallstätter See. Dabei zeigte sich: Bei einem Ausflug in die Berge gehört auch ein bisschen Wetterlotterie dazu. Unser Zuhause für die vier Tage war ein rund 400 Jahre altes Holzhaus in Muth, mitten im Wald. Was zunächst nach Kachelofen und kalten Nächten klang, entpuppte sich als urgemütliche und geräumige Unterkunft. Besonders der HotPot wurde schnell zum festen Bestandteil unseres Tagesabschlusses und jeden Abend ausgiebig genutzt. Auch eine Sauna sorgte dafür, dass wir uns nach den Klettertouren wieder bestens erholen konnten. Zum Einstieg ging es zunächst in den Klettergarten Kleefeld. Dort konnten wir uns in aller Ruhe einklettern und die ersten Routen bewältigen. Für besondere Begeisterung sorgten dabei nicht nur die Felsen, sondern auch die Ziegen vor Ort. Anschließend wollten wir uns eigentlich im Wolfgangsee abkühlen. Einen öffentlichen Badeplatz fanden wir allerdings nicht – und als schließlich auch noch ein Gewitter aufzog, war klar, dass dieser Plan ins Wasser fiel. Am nächsten Tag machte uns das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung. Statt Kletterwand stand daher zunächst ein Kulturprogramm auf dem Plan: Wir besuchten Bad Ischl und anschließend die Katrin Kletterhalle. Dort wartete ein besonderer Höhepunkt auf uns: ein Test-Klettersteig, an dem wir uns auch bei Regen bestens austoben konnten. Und wie es bei Bergwetter manchmal so ist, kam es natürlich anders als erwartet: Der Regen blieb schließlich aus. Wir trösteten uns mit dem Gedanken, dass die Felsen draußen ohnehin nass gewesen wären – und machten das Beste aus unserem Alternativprogramm. Am dritten Tag war es dann endlich so weit: Die Wetterbedingungen passten und es ging an die Wand. Auf dem Programm standen Mehrseillängentouren. Eine Gruppe machte sich auf die Route „Reise durchs Gelobte Land“, während die zweite Gruppe die Route „60ger Weg“ in Angriff nahm. Nach den wetterbedingten Ausweichprogrammen der vergangenen Tage war die Freude groß, endlich wieder am richtigen Felsen unterwegs zu sein. Auch am nächsten Tag zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite. Die Gruppe teilte sich erneut auf. Während sich einige in die Mehrseillängentour „Kurzurlaub“ wagten – schließlich standen noch rund zwei Stunden Heimfahrt und eine obligatorische Kaffeepause bevor –, nahm eine weitere Gruppe die Route „Atemlos“ unter die Finger. Eine dritte Gruppe entschied sich für 2 Klettersteige und machte sich auf den Weg zu „Leadership” und “Mein Land – dein Land“. Beide Klettersteige mit Schwierigkeit C beeindruckten besonders durch ihre abwechslungsreichen Drahtseilbrücken und engen Felsspalten. Am Ende wartete als Belohnung der Gipfel des Predigtstuhls mit toller Fernsicht zum Dachsteingletscher. Nach den gemeinsamen Bergerlebnissen durfte auch der kulinarische Abschluss nicht fehlen: Bei Kaffee und Kuchen und mit Blick auf den Dachstein ließen wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Dann hieß es endgültig Abschied nehmen von der Ewigen Wand.

Bericht: Lucia Reicher

Bilder: Peter Schauer