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Unser Kletterurlaub in der Wachau

11.05.2026

Frühlingshaftes Ausbouldern und Felsabenteuer: Ein abwechslungsreiches Kletter- und Wanderabenteuer liegt hinter uns. Vom 11. bis 17. Mai 2026 zog es unsere Gruppe in die malerische Wachau, um die dortigen Felsen und Weinberge zu erkunden. Die Woche bot eine perfekte Mischung aus alpinen Herausforderungen, historischen Pfaden und flexiblen Planänderungen durch das typische Maiwetter.

Unser Abenteuer startete am Montag mit der Anreise zur geschichtsträchtigen Burg Aggstein. Kaum angekommen, wurden die Gurte angelegt. Die ersten Kletterrouten des Urlaubs warteten darauf, bezwungen zu werden. Der griffige Fels machte sofort Lust auf mehr. Um die müden Muskeln direkt wieder zu lockern, hängten wir eine Wanderung zu den mystischen Druidentürmen an, deren steinerne Formationen tief im Wald verborgen liegen. Nach dem Bezug unseres gemütlichen Quartiers im beschaulichen Imbach bei Krems zeigte das Wetter am Abend jedoch seine Zähne und verabschiedete uns mit einem kräftigen Hagelschauer in die Nacht.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen des Genusses und der Kultur. Bei eisigem Wind und dunklen Wolken wanderten wir von Oberloiben aus durch die weltberühmten, terrassierten Weinberge. Unser Ziel war die Ruine Dürnstein, die majestätisch über der Donau thront. Nach dem Abstieg ließen wir den Tag entspannt beim Schlendern durch die malerischen Gassen des historischen Ortes Dürnstein ausklingen.

Das unumstrittene klettertechnische Highlight folgte am Mittwoch im Kummersbachtal. Auf dem Programm stand der „Don Bosco Grat“ – eine beeindruckende Mehrseillängentour über insgesamt 12 Seillängen mit Schwierigkeiten bis zum 5. Grad. Die ausgesetzte Linienführung und der Tiefblick auf die Donau forderten Konzentration, belohnten uns aber mit purer Kletterfreude. Am Abend reisten weitere Teilnehmer unserer Gruppe an.

Der Donnerstag führte uns zu Fuß durch die Region. Von Imbach aus wanderten wir über die markante Schatzwand nach Senftenberg. Nach dem Aufstieg zur dortigen Burgruine genossen wir den weiten Ausblick über das Kremstal, bevor es wieder zurück ins Quartier ging.

Am Freitag ging es für die Nachgekommenen endlich an den Fels, genauer gesagt in den Klettergarten Dürnstein. Im Sektor Ostgrat nahmen wir uns bekannte Felsskulpturen wie den „Hexer“, den „Pentagonfels“, das „Geisterschiff“ und den „Spiegel“ vor. Jede Wand bot ihren ganz eigenen Charakter und forderte sowohl saubere Fußtechnik als auch Kraft in den Fingern.

Der Samstag verlangte dann nach einem Alternativprogramm, da anhaltender Regen das klettern draussen unmöglich machte. Kurzerhand wurde der Tag zweigeteilt: Nach einer ausgiebigen Shoppingtour suchten wir Zuflucht in der modernen Kletterhalle Krems. Hier konnten wir uns trotz des schlechten Wetters auspowern und sowohl die Seilrouten als auch die Boulderprobleme versuchen.

Der Sonntag meinte es noch einmal gut mit uns. Vor der endgültigen Heimreise zog es uns ein letztes Mal an den Ostgrat des Klettergartens Dürnstein. An der „Wand des späten Abendlichts“, am „Sitting Bull“ und in der „Däumling Peripherie“ mobilisierten wir die letzten Kraftreserven und genossen die exzellente Reibung des Gesteins. Mit müden Armen, aber vollen Energiespeichern und großartigen Erinnerungen im Gepäck traten wir schließlich die Heimreise an. Die Wachau hat sich mal wieder als absolutes Kletter- und Naturparadies bewiesen.

Bericht: Peter Schauer